Was hat der Bundesrat gegen Restaurants? Isst die Landesregierung nicht gerne auswärts? Die Erklärung ist vermutlich banaler: Für die aktuelle Coronapolitik ist es gefährlich, wenn Menschen entspannt zusammenkommen – und sich frei austauschen.

Was haben ein Zoo, ein Freizeitpark, ein Fitnesscenter, ein Museum und ein Restaurant gemeinsam? Dort kommen Menschen zusammen. Allerdings zu sehr unterschiedlichen Zwecken und in unterschiedlich hoher Zahl. Die «Ziele» der geplanten Ausweitung der Corona-Zertifikatspflicht scheinen ziemlich willkürlich gewählt.

Was heraussticht, sind die Restaurants. Sie waren früh im Visier des Bundesrats.

Dabei hat diese Branche wie kaum eine andere sämtliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Für viel Geld wurden Plexiglasscheiben montiert, die potenzielle Gästezahl ausgedünnt und so weiter. Alles für fast nichts. Sobald es um einen Lockdown ging, traf es die Gastronomie. Viele Betriebe laufen nach 2020 und 2021 auf dem Zahnfleisch. Mit einer Ausweitung der Zertifikatspflicht wird die Zahl der möglichen zahlenden Kunden wiederum reduziert. Das sei besser als die völlige Schliessung, argumentiert die Politik. Das stimmt, allerdings nur, wenn der Lockdown die nötige Alternative wäre. Gemessen an der rapportierten Ansteckungsziffer in Restaurants ist das nicht der Fall.

Vermutlich ist des Rätsels Lösung banaler. In einem Restaurant, einer Landbeiz, einer Bar kommen Menschen zusammen und diskutieren. Sie hecheln nicht nur das Leben des Nachbarn durch, sondern auch die Politik. Sie erkunden, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen. Sie planen vielleicht so…