Es waren die ganz Jungen und die ganz Alten, die am meisten unter der Coronasituation zu leiden hatten. Besonders lange zu nagen haben werden wir an dem, was an den Schulen angerichtet wurde. Vor allem, weil es an anderen Fronten so weiter geht.
Alles zum Wohl des Kindes: Das gaukelt uns der Staat vor, wenn es um öffentliche Schulen geht, die er betreibt. Dabei sind diese längst ein Spielball des politischen Zeitgeists. Lehrpläne, die an der Realität vorbeischiessen, systematische Hirnwäsche bei Themen wie dem Klima, Einfallstore für Woke-Themen wie Gender: Es geht längst nicht mehr darum, Wissen zu vermitteln und Kinder zu selbständig denkenden Wesen zu erziehen. Ganz im Gegenteil, Letzteres ist nicht gern gesehen.
Während Corona war das am augenfälligsten. Die meisten Lehrkräfte haben wie willenlose Schäfchen vollzogen, was die Politik forderte. Wenn sie schon ihren Schülern vorzeigen, wie bedingungsloser Gehorsam wider besseres Wissen aussieht, was soll dann aus ihren Schützlingen werden?
Beispiele dafür, wie es Lehrkräften erging, die sich dagegen gestemmt haben, gibt es zahlreiche. Eines davon habe ich in der Kontrafunk-Sendung «Lehrerzimmer» vorgestellt, die man hier nachhören kann. Es macht Hoffnung, dass es solche Leute gab, nur haben sie in vielen Fällen verständlicherweise irgendwann aufgegeben und sind in andere Tätigkeitsfelder geflüchtet. Gegen Windmühlen anrennen kann man nicht ewig.
Ärzte und Lehrer verbindet, dass sie eine klar umrissene «Kundschaft» haben und sich voll und ganz für diese einsetzen müssten. Ab 2020 wurde klar, wie wenig es braucht, bis diese Berufsgruppen ihren Auftrag vergessen und das Gegenteil davon tun. Besonders «schön» waren die Exemplare, die sich vor ihren Patienten beziehungsweise Schülern regelrecht fürchteten und sich vor ihnen abschotteten. Peinlicher geht es kaum.
Aber man kann natürlich auch hier wieder das Gute sehen. Solche Entwicklungen haben ja nicht erst vor einigen Jahren eingesetzt. Corona hat sie einfach sichtbar gemacht. Die Schulen sind schon weit länger zu Umerziehungswerkstätten einer grünen Neuordnung geworden. Parallel dazu wehrt sich der Staat mit Händen und Füssen gegen Modelle wie Home Schooling. Denn deren Absolventen kann man nicht tagtäglich direkt infiltrieren.
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Was heute passiert, wird sich lange auswirken. In den meisten Schulzimmern gibt es bei den derzeit angesagten Themen keine Debatte, sondern eine frontale Vermittlung des «Richtigen» und eine Ausmerzung kritischer Fragen dazu. In diesen Jahren der frühen Prägung wäre es so wichtig, klarzustellen, dass man ein Recht auf die eigene Meinung hat, dass es in den meisten Fällen nicht einfach richtig und falsch gibt und dass der Austausch von Argumenten zu Lösungen führt. Stattdessen wird den Kindern die Lust am Nachdenken ausgetrieben, weil sie früh erfahren, wie böse es ist, wenn sie Zweifel äussern an der offiziellen Darstellung.
Wenn wie in Deutschland Teenager von der Polizei aus der Schule geführt werden, weil sie politisch anders ticken als der Direktor, sagt das schon alles. Die Gesinnungswächter haben freie Bahn. Besonders im Osten von Deutschland findet man das sicherlich sehr prickelnd: Erst gerade eine Diktatur mit Gedankenpolizei los geworden – und nun fröhlich in die nächste geschlittert.
Es spricht allerdings vieles dafür, dass diese neue Form der staatlichen Diktatur weit erfolgreicher sein wird als frühere Anläufe. Immerhin ziehen fast alle Medien mit. Und während früher der Rest der Welt mit dem Finger auf Gebilde wie die DDR gezeigt hat, klatscht dieser Rest nun Beifall, wenn es ein Land besonders bunt treibt mit dem «Schutz der Demokratie», der nichts anderes bedeutet als die Ausgrenzung kritischer Geister.
Die Schulen, das ist meine Prognose, ist unser letztes Widerstandsnest. Verlieren wir es, werden kommende Generationen hirngewaschen so weitermachen. Weil sie es nie anders gelernt haben.
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