In Deutschland wird so gut wie jeder Bürger diskriminiert, von der Geburt bis zum Tod. Aber wer bleibt denn da noch als Täter übrig?

Mit Ferda Ataman machte Deutschland den Bock zum Gärtner. Die Frau, die als neue Antidiskriminierungsbeauftrage den Hass im Staat bekämpfen soll, hat selbst kein Problem mit pauschalen Beschimpfungen, wenn es die «Richtigen» trifft.

So findet sie es beispielsweise in Ordnung, Deutsche als «Kartoffeln» zu bezeichnen.

Nun ist sie im Amt und macht gleich klar, wie wichtig ihr Posten ist. Ataman zitiert gern eine Umfrage, nach der 16 Prozent der Menschen in Deutschland schon Diskriminierung erlebt haben. Das sind rund 13 Millionen.

Und es kommen laufend neue dazu. Im Rahmen des Weltkindertags sprach Ferda Ataman darüber, dass Kinder und Jugendliche oft benachteiligt würden. Darüber werde neben der bekannten Altersdiskriminierung zu wenig gesprochen.

Sowieso laufend diskriminiert werden laut ihr Frauen, Personen mit einer Beeinträchtigung, Leute mit Migrationshintergrund, Menschen mit einer anderen Hautfarbe, queere Personen und die Ostdeutschen.

Macht man die Rechnung, wird klar: Die 16 Millionen aus der Umfrage reichen nicht. Nimmt man Atamans Kategorien, leidet sogar die klare Mehrheit der Menschen in Deutschland unter Diskriminierung.

Angesichts der schwindelerregenden Aufzählung der Antidiskriminierungsbeauftragten muss man sich fragen, wer denn eigentlich noch zu den Tätern gehört. Es bleibt ja kaum mehr jemand übrig.

Es sei denn natürlich, ein 40-jähriger weisser Mann ohne Behinderung aus Bayern diskriminiere das restliche Land im Alleingang.

Bild: Von Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland – Gesprächsführung: Ferda Ataman, CC BY-SA 2.0