In Deutschland wird ein regierungskritisches Medium verboten. Faktisch aus dem Rennen genommen wurden auch in der Schweiz schon lange vorher viele andere. Wen killt die Staatsmacht ultimativ, wen drangsaliert sie nur ein bisschen, wen lässt sie laufen?
In der Coronazeit war es auffällig. Immer wieder erhielt ich Zuschriften von Lesern, die mir berichtet haben, dass sie in den sozialen Medien, von Facebook und LinkedIn bis zu damaligen Twitter, verbannt wurden. Ihr Verbrechen: Sie hatten einen Artikel aus meiner Feder geteilt.
Ich selbst blieb stets unberührt. Bis auf den Fall mit LinkedIn, den ich in diesem Blog öffentlich gemacht habe. Aber mal ganz ehrlich: LinkedIn? Diese Plattform, die maximal als letzte Station der Verzweiflung dient für Leute, die gerade ihren Job verloren haben und hier ihre Suche «nach einer neuen Herausforderung» verbreiten können? An Irrelevanz kaum zu überbieten.
Auf Facebook, auf Twitter oder heute X, wurde mein Treiben nie unterbunden. Ich konnte stets publizieren, was ich wollte. Es traf nur die Leute, die meine Gedanken weiter verbreiten wollten. Zufall? Oder ein Schuss menschliche Intelligenz hinter den Prüforganen aus Algorithmen, die besagte: «Don’t kill the source!»? Es war ja klar wie das Amen in der Kirche, dass Zensurmassnahmen direkt gegen mich in eine neue mediale Welle münden würden. Dass ich darüber schreiben würde. Aber die Multiplikatoren abwürgen: Das geht immer.
Auf all den genannten Plattformen konnte man während Corona ungestraft jede Lüge verbreiten. Dass Lockdowns nötig sind, Schulschliessungen die Grosseltern retten, die Impfung den Königsweg aus der «Pandemie» bilden: Wer das sagte, musste keine Zensur fürchten, egal wie irr und schon längst widerlegt es auch war.
Wer Fragen hatte, musste hingegen damit rechnen, aus dem Spiel genommen zu werden. Oder, als weniger starker Eingriff: Sein Beitrag wurde mit einem Link zur WHO versehen, diesem von Politik und Pharma gekauften Verein. Im Sinn von: «Also, bevor du liest, was dieser Irre hier zu sagen hat, schau doch mal schnell nach, was der überaus seriöse Verbrecher aus Äthiopien, der derzeit der WHO vorsteht und nie demokratisch legitimiert wurde, zur Sache zu sagen hat.»
Absurd genug, aber nun ja.
Danke für Ihre freiwillige Unterstützung.
Warum hat man mich in Ruhe gelassen? An der Seite der Handvoll vernünftigen Journalisten, die ebenfalls Fragen hatten? Meine Theorie war stets: Der Staat braucht Feigenblätter. Wann immer die Rede von Zensur war, konnten sie auf Leute wie mich verweisen und sagen: «Hallo? Er darf ja schreiben, was er will, wir schränken die Meinungsfreiheit nicht ein!»
Nur natürlich, dass die mit dem Staat kooperierenden Medien parallel dazu alles taten, um Leute wie mich in den Augen der breiten Masse unmöglich zu machen. Natürlich kann man jemandem, den man als «umstritten» oder als «Verschwörungstheoretiker» brandmarkt, eine lange Leine lassen. Man muss nur dafür sorgen, dass seine Gedanken keine Verbreitung finden. Dass seinen Worten niemand traut. Was nachweislich auch geschah.
Nun wurde in Deutschland ein ganzer Verlag aus dem Verkehr gezogen, und die Frage ist: Was passiert als Nächstes? Das irrlichternde Deutschland ist oft genug das Vorbild für die Politik in der Schweiz. Wird hier die Daumenschraube auch bald angezogen?
Wenn ich heute noch über die Coronazeit schreibe, können das die Mächtigen mit einem Achselzucken abtun. Die Schweiz bestand aus rund zwei Dritteln Ahnungslosen und Demütigen, die lesen das gar nicht mehr erst. Aber es gibt ja auch noch das Klima. Die Ukraine. Gender. Und so manche andere Verirrung des Zeitgeists. Wie lange darf man in der Schweiz noch dagegen halten, ohne zum Staatsfeind erklärt und aus dem Verkehr gezogen zu werden?
Ich wage keine Prognose. Nur hat mich die Erfahrung der letzten Jahre einen Schuss Pessimismus gelehrt. Wir werden bald auch hier Medienverbote erleben. Wir werden dabei sein, wenn kritische Journalisten unter irgendeinem Vorwand erledigt werden. Alles, was nicht dem offiziellen Narrativ entspricht, darf nicht ausgesprochen werden. Also muss man diejenigen mundtot machen, die es dennoch wagen.
Mich persönlich versetzt das nicht besonders in Aufregung. Ich habe getan, was ich tun musste und tun konnte, und wer sich dem System entgegenstellt, der wird früher oder später von diesem zerstört werden, auf welche Weise auch immer. Mir scheint dieser persönliche Verlust ziemlich gering im Vergleich zu dem, was gerade mit der Gesellschaft passiert.
Ich denke, dass freier Journalismus in naher Zukunft nur noch aus dem fernen Ausland und mit technischen Kunstgriffen möglich sein wird. Auch die Leser müssen sich darauf einstellen. Die objektive Sicht der Dinge, frei von den Umgestaltungsfantasien von Regierungen, wird nur noch auf Umwegen erreichbar sein.
Wer künftig wissen will, was wirklich passiert, wird sich in einem Zusammenspiel aus VPN-Zugang und Kryptowährungen mühsam Zugang verschaffen müssen zu wirklich freien Stimmen. Mir persönlich wird dieser Weg wohl zu mühsam sein, ich bin nicht mehr der Jüngste. Aber vielleicht wächst ja irgendwo eine Generation Unbeirrbarer heran, die bereit ist, diese Extrameile zu gehen.
Bis dann machen wir einfach auf den traditionellen Wegen weiter. Was bleibt uns sonst auch übrig?
