Die Bankrotterklärung der wissenschaftlichen Institutionen ist perfekt. Die nun unzensierten Protokolle aus dem Robert-Koch-Institut belegen, dass wir von denen belogen wurden, die uns von Regierungen und Medien während Corona als ultimative Instanz verkauft wurden. Nur: Auch das wird weitgehend totgeschwiegen werden.
Es gibt Dinge, mit denen will man gar nicht recht behalten. Am 6. Juni 2024 habe ich über «Das Ende der Wissenschaft» geschrieben. Am Dienstag war es dann soweit.
Dank einem Whistleblower aus dem Robert-Koch-Institut (RKI) und einer Journalistin wurden die Coronaprotokolle aus dem RKI ohne Schwärzungen zum Download freigegeben. Seither passieren zwei Dinge:
- Kritische Journalisten, die ihren Beruf ernst nehmen, vergraben sich in den Datenberg, weil er voller Geschichten steckt und publizieren die Befunde.
- Der Rest schaut gar nicht erst hin oder versucht in reichlich peinlicher Weise, die Erkenntnisse ins Gegenteil zu verkehren.
Was die unzensierten Protokolle unterm Strich verraten, ist so banal wie beunruhigend. Während Corona gab die Politik den wissenschaftlichen Institutionen wie beispielsweise dem RKI vor, welche Resultate sie vorzulegen hatten.
- Das RKI befand, dass Impfungen für Kinder sinnlos und unnötig sind? – Egal, dreht es so, dass sie empfohlen werden können.
- Massenweise Tests der Bevölkerung bringen nichts? – Egal, lasst das Papier verschwinden, dass das besagt.
- Der Begriff «Pandemie der Ungeimpften» ist nicht zutreffend? – Egal, lasst es so aussehen, als wäre es so.
- Geimpfte übertragen das Virus genau so wie Ungeimpfte? – Egal, vermittelt das Gegenteil, solange die Regierung keine anderslautende Anweisung gibt.
Wir stehen noch ganz am Anfang der Aufarbeitung des Datenbergs. Eine gute erste Übersicht zu einigen der erschütterndsten Details gibt es in diesem Artikel aus der «Schwäbischen». Mit dem dafür verantwortlichen Journalisten konnte ich in einem Interview bei Kontrafunk sprechen, nachzuhören hier.
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Was tun die anderen Medien? Viele versuchen, einfach einen Bogen ums Thema zu machen. Andere nehmen es auf, aber sie kratzen nicht mal an der Oberfläche der gewaltigen Dimensionen. Schon die zensierte Fassung der RKI-Protokolle wurde verharmlost wiedergegeben im Sinn von: «Da steht doch gar nichts Besonderes drin.»
Jetzt sieht die Taktik so aus: Lass uns das eine oder andere einräumen und den Rest verschweigen.
Die NZZ zupft die Sache mit der «Pandemie der Ungeimpften» heraus, durchaus lohnenswert, aber die allgemeine Feststellung, dass sich hier die Wissenschaft zum Sklaven der Politik gemacht hat, wird ausgespart. Das ZDF hat die Kaltblütigkeit, die Kritik des RKI am Datenleak in den Vordergrund zu stellen. Ganz so, als wäre der Whistleblower das Problem – und nicht etwa das ungeheure Versagen eines wissenschaftlichen Instituts, das echte Erkenntnisse vertuschte, um der Regierung das Gewünschte zu liefern. SRF schweigt weiter beharrlich, vermutlich nach wie vor mit der Begründung, das RKI habe nichts mit der Schweiz zu tun. Obschon sich die Coronapolitik bei uns nachweislich nach den «Erkenntnissen» von dort richtete.
Die Bewertung der Rolle der Wissenschaft beziehungsweise der einzelnen Wissenschaftler ist insofern schwierig, als man ihnen nicht pauschal den Vorwurf machen kann, ihre Arbeit nicht erledigt zu haben. Allerdings reicht es nicht, aus Daten und anderen Befunden die richtigen Schlüsse zu ziehen. Man muss dann auch die Kraft und den Mut haben, der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen.
Wie muss man gebaut sein, wenn man sich von einer Regierung oder Behördenvertretern vorschreiben lässt, das Gegenteil von dem zu behaupten, was man weiss? Und vor allem: Was hat das noch mit Wissenschaft zu tun?
Nicht zu vergessen: Mit diesem Vorgehen haben die Forscher auch den Weg freigemacht für die Diskreditierung ihrer Kollegen, die im Unterschied zu ihnen den Mut hatten, ihre Zweifel frei zu äussern. Die Leute beim RKI schauten tatenlos zu, wie andere Wissenschafter gecancelt wurden, über Nacht als «umstritten» galten und ganze Karrieren zerstört wurden. Obschon sie wissen mussten, dass die Betroffenen richtig lagen.
Immerhin ist nun klar dokumentiert, was wir schon seit Jahren geahnt haben: Die Wissenschaft agiert nicht unabhängig, sondern auf Anweisung der Politik. Oder um es abschliessend mit einem Auszug aus dem Protokoll vom 10.9.21 zu sagen:
«Aktuelle Einschätzung der RKI-Leitung ist, dass die Empfehlungen durch das RKI in der Rolle einer Bundesbehörde ausgesprochen werden, und einer ministeriellen Weisung zur Ergänzung dieser Empfehlung nachgekommen werden muss, da das BMG die Fachaufsicht über das RKI hat und sich als Institut nicht auf Freiheit der Wissenschaft berufen kann. Die wissenschaftliche Unabhängigkeit des RKI von der Politik ist insofern eingeschränkt»
Case closed.
PS: Wer viel Zeit hat, kann die ungeschwärzten Protokolle hier herunterladen und sich zu Gemüte führen.
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