Klimaaktivistin tötet ihren Verlobten – na und?

Wir müssen Verbrechen neu denken. Entscheidend ist nicht, was man tut, sondern wer man sonst so ist. Die Medien verschweigen den Hintergrund einer Person, wenn es nicht in ihr Weltbild passt. Bei anderen ordnen sie hingegen Sippenhaft an. Ein konkretes Beispiel.  

Nein, es spielt keine Rolle, was ein Mörder in seiner Freizeit so treibt, welcher Religion er angehört und welches Weltbild er hat. Erschiesst ein Briefmarkensammler seine Familie, muss man danach das Briefmarkensammeln nicht verbieten. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Schlagzeile «Briefmarkensammler schlachtet Familie ab» wäre deshalb ziemlich grotesk.  

Anders sieht es natürlich aus, wenn jemand die Coronapolitik hinterfragt. Ob er danach zu schnell Auto fährt, ein Kind unsittlich belästigt oder eine Leiche durch die Gegend fährt: Die Medien konstruieren umgehend einen Zusammenhang, indem sie das kombinieren, was nicht zusammengehört. Sie erwähnen dann möglichst oft, dass der Schuldige oder auch nur Verdächtige ein «Coronaleugner» oder ein «Coronaskeptiker» ist.  Auch wenn es rein gar nichts mit dem Sachverhalt zu schaffen hat.

Zum Beispiel in diesem Fall, in dem ein Mann seine tote Frau im Auto transportierte, die zuvor einem Krebsleiden erlegen war. Dieses wie die nachfolgenden Ereignisse hatten kaum etwas damit zu tun, dass er sich zuvor gegen die Coronamassnahmen engagiert hatte. Aber indem man diese Tatsache in die Schlagzeile setzt, wirkt es auf die Leser so, als ob. Ziel erreicht.

Das Bild im Kopf verdichtet sich. Bringen denn nicht fast alle Massnahmenkritiker früher oder später ihren Ehepartner um die Ecke? Die haben doch irgendwie sowieso alle einen an der Waffel. Das musste ja so einer sein!    

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Ganz anders sieht es aus, wenn sich jemand aus den Reihen der «Guten» etwas zuschulden kommen lässt. In Grossbritannien kursiert derzeit die Story rund um Blaze Lily Wallace. Die 28-Jährige erstach ihren Verlobten Samuel Mayo mitten auf der Strasse. Der 34-Jährige verblutete. Seine letzten Worte waren laut Passanten: «Bitte Blaze. Ich liebe dich, bitte Blaze.»  

So weit, so tragisch. Niemand weiss, wie es dazu kam und wie die Vorgeschichte aussieht. Die Ereignisse haben aber alle Elemente, die es braucht, um die Medien auf den Plan zu rufen. Auch die ausserhalb von Grossbritannien. Eine tragische Liebe, die tödlich endet, eine Bluttat mitten auf der Strasse inklusive Liebesgeständnis, das die Täterin nicht abhalten konnte.  

Nur liest man hier bei uns nichts davon. Nirgends. Und warum wohl?  

Vielleicht, weil Blaze Lily Wallace ein Mitglied von «Extinction Rebellion» war, einer der aggressiveren Gruppierungen innerhalb der «Klimaaktivisten»-Bewegung war?  

Um richtig verstanden zu werden: Das eine hat mit dem anderen natürlich nichts zu tun. Wir haben kein Hintergrundwissen. Es gibt britische Medien, die schreiben, die Frau sei bei der Tat unter dem Einfluss von Drogen gestanden. Vielleicht ging es um häusliche Gewalt. Wer weiss, es ist auch möglich, dass es Notwehr war. Das wird dereinst ein Gericht entscheiden. Es ist nicht an uns, zu richten. Und es müsste eigentlich völlig egal sein, dass es um eine «Klimaaktivistin» ging.  

Müsste. Aber es kann nicht. Weil es die Medien sonst auch anders halten.  

Warum reicht es, die friedlich protestierenden Trychler in eine Schlagzeile zu nehmen, wenn jemand ein Kind sexuell belästigt, der zuvor mal mit einer Glocke gegen die Coronamassnahmen unterwegs war? Weshalb werden staatskritische Kreise damit indirekt als mitschuldig erklärt beziehungsweise in den Strudel gerissen, obwohl sie nichts mit der Tat zu tun hatten? Und warum geschieht dann nicht dasselbe mit einer «Klimaaktivistin»?  

Es wäre dämlich, die Frage hier zu beantworten. Es ist einfach zu offensichtlich.  

Dass uns die Medien manipulieren, dass sie uns mit der Auswahl der Themen und der Darstellung der Ereignisse ein bestimmtes Bild aufzwingen wollen, ist nicht neu. Es schadet aber nichts, sich das immer wieder vor Augen zu führen. Kein einziges Schweizer Medium hat über den Fall berichtet. Es gibt keine deutschsprachigen Resultate dazu. Und wäre die Geschichte irgendwo erschienen, dann mit Garantie ohne den Verweis auf «Extinction Rebellion». Dann wäre die Rede von der «Jurastudentin» gewesen.  

Denn die Sicht auf die Welt muss einfach so bleiben. Hier die Kritiker der Coronapolitik, die zu jeder Schandtat bereit sind. Dort die Klimabewegten, die sich 24 Stunden am Tag sittlich aufführen und keine dunklen Seiten haben.  

Mission vollendet.      

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