In verrückten Zeiten muss man sich an dem festhalten, was Mut macht. Ich stelle fest: Sollte der nackte Wahnsinn mal wieder übers Land ziehen, wird er es nicht mehr so leicht haben. Der Riese in Form von kritischen und wehrbereiten Menschen ist wach.
Vor Kurzem war ich in Kirchberg im malerischen Toggenburg auf Einladung von Aletheia Wil zu Gast mit meinem Vortrag über die Macht der Medien. Ich komme immer gern, wenn ich gerufen werde, man kann mich nach Gutdünken dafür bezahlen oder auch gar nicht, und es spielt mir keine Rolle, wie gross das Publikum ist. Meine Devise ist: Wer sich aufrafft zu kommen, hat das volle Programm verdient.
Kirchberg ist keine Metropole, und ich war einigermassen erstaunt, als sich der Saal fühlte. Es waren wohl einiges über 100 Personen. Was mich zwar auch persönlich gefreut hat, aber auf einer ganz anderen Ebene wichtig ist.
Für mich heissen solche Erfahrungen: Beim zweiten Mal werden sie – Politik, Medien, gekaufte Wissenschaftler – es mit ihrer Willkür, mit der Verletzung von Grund- und Freiheitsrechten, mit Manipulation und Spaltung nicht mehr so leicht haben wie im ersten Anlauf. Und daran sind sie selbst schuld. Sie haben einen schlafenden Riesen geweckt.
Als im frühen 2020 eine angebliche Pandemie aus dem Hut gezaubert wurde, als die Weltgesundheitsorganisation zur globalen Schattenregierung wurde, als man das Märchen von «DER Wissenschaft» erfand, als sich die Medien kollektiv der Politik unterwarfen und Forscher ihre Resultate massgeschneidert lieferten, war die Allgemeinheit dafür nicht bereit. Weil zu wenige jemals auf die Idee gekommen wären, dass man irgendwann bereit sein muss.
Es fehlte nicht an Kritikern, Zweiflern und Widerspenstigen – aber an einer gemeinsamen Struktur und Basis für den Widerstand. Eine Kundgebung hier, eine Mahnwache dort, ein Leserbrief hier, die Trychler dort, ein Vortrag hier, ein Protestsong dort, ein neuer Verein hier, eine neue Partei dort. Es war die perfekte Vorlage für einen wunderbar bunten Flickenteppich, nur lagen die einzelnen Fetzen herum, statt sich zu einem Ganzen zu fügen.
Und dann halfen natürlich die Grabenkämpfe innerhalb des Lagers nicht. Alle teilten im Kern dasselbe Anliegen, aber jeder hielt seine Herangehensweise für die einzig richtige. Bis man sich schliesslich phasenweise, teils bis heute, gegenseitig zerfleischte, statt den Fokus auf den gemeinsamen «Feind» zu richten. Es ist nichts Neues: Konstrukte, die aus einer Extremlage heraus entstehen, implodieren schnell, sobald Uneinigkeit auftritt, weil sie noch nicht gefestigt genug sind, das auszuhalten.
Diesen Blog freiwillig abonnieren: Hier geht es lang.
Diese «Kinderkrankheiten» sind noch längst nicht alle aus dem Weg geräumt. Aber man sollte sich bei der Beurteilung der aktuellen Widerstandskraft nicht an solchen in den sozialen Medien lautstark vorgetragenen Fehden orientieren. Entscheidend ist, wie viele einzelne Menschen nach den vergangenen Jahren gemerkt haben, dass ihre ganz grundsätzliche Vorstellung von Freiheit, Demokratie und Verfassung mit den Füssen getreten wurde. Und die nun alarmiert und bereit sind, beim nächsten Mal früher aktiv zu werden. Das ist die Masse, die Schwarmintelligenz, die im Unterschied zu damals jetzt bereits warmgelaufen ist.
Diese Energie, auch wenn das nun etwas untypisch für mich leicht esoterisch klingen mag, war für mich in Kirchberg spürbar. Wenn sich auch jetzt noch, wo der «offizielle» Teil des Wahnsinns in Form von Massnahmen und Einschränkungen der Vergangenheit angehört, so viele dafür interessieren, wie sie von den Mainstream-Medien geführt und gelenkt werden, heisst das für mich: Sie sind wachsam, auf der Hut.
Diesen Menschen ist klar, dass das, was ein Mal so reibungslos funktioniert hat, nur die Blaupause sein könnte für weitere Versuche. Und dass die Gegenwehr beim letzten Mal chancenlos war, weil sie zu spät und in Form von Stückwerk auftrat. Bis sich die Erkenntnis der Lüge von einzelnen «Wortführern» nach unten verbreitet hatte, war es schon fast vorbei.
Deshalb betteln Politiker und Medien ja dermassen darum, dass nun «Schwamm drüber» gilt. Dass wir uns einfach alle in die Arme fallen und danach alles vergessen sollen, was war. Aufarbeitung? Aber bitte! Wozu denn alte Wunden aufreissen? Und sowieso: Man hat es eben nicht besser gewusst, und alle haben es nur gut gemeint. Was wir brauchen, ist ein Neuanfang ohne die Schatten der Vergangenheit. Und auf gar keinen Fall Schuldzuweisungen.
Das würde ich auch sagen, wenn ich es gewesen wäre, der diesen Schatten gelegt hat. Auf kollektives Vergessen hoffen immer die Täter – und nie die Opfer.
Doch was Täter gern vergessen: Jedes Opfer, das sie produzieren, ist ein potenzieller Gegner in der Zukunft.
Natürlich bin ich ausnahmsweise viel zu optimistisch. Selbstverständlich ist die Masse aus denen, die das alles wollten und den anderen, die brav mitmarschiert sind, immer noch grösser als die Gruppe der andern. Aber es geht nicht um Mehrheiten. Kraft wächst aus Not und Verzweiflung. Die Fusssoldaten des Systems sind eher lahme, schlaffe Gesellen. Sie schwimmen im Sog des Stroms mit.
Alles, was man tun muss beim nächsten Mal: den Strom umleiten.
Danke für Ihre freiwillige Unterstützung.
