Was ich alles nicht tun werde. Ein Kanon der Vernunft.

Vielleicht bin ich ja wirklich von gestern. Aber ist gestern denn so schlimm? War die Welt gestern so viel schlimmer als heute? Hier ist eine Liste der Zeitgeist-Forderungen, die ich nicht mittragen werde – bis sie mich dereinst aus dem Haus tragen.

Man nennt Menschen, die sich aktuellen Zeitgeisterscheinungen verweigern, gern «ewiggestrig». Als wären wir als Gesellschaft auf einer dauernden Fahrt nach oben, als würde alles fortlaufend besser, als würden wir uns mit jedem neuen Tag steigern. Wann wurde «gestern» zum Schimpfwort? Und wann haben uns die Vertreter des neuen «morgen» jemals bewiesen, dass sie auf dem richtigen Dampfer sind?

Hier ist meine Liste der Dinge, bei denen ich aus Überzeugung «von gestern» bleibe – und überzeugt davon bin, dass wir alle gut daran täten, das auch so zu sehen.

  • Ich glaube daran, dass die Natur grundsätzlich binär aufgebaut ist, weil die Natur einer Logik des Selbsterhaltungstriebs folgt und dieser weiblich und männlich voraussetzt. Die Natur bringt auch immer Ausreisser mit sich, vereinzelte Spielarten, die aus dem System ausbrechen, die aber nicht die Norm darstellen. Weiblich und männlich werden deshalb immer die Grundlage jedes Lebens bilden. Ich werde der Behauptung, dass sich die Natur reihenweise irrt, nie folgen.
  • Sprache entwickelt sich durch ihre Verwendung im Alltag und nicht durch politische Vorgaben. Der Versuch, unsere Wahrnehmung durch eine künstliche Anpassung der Sprache zu verändern, ist reine Hirnwäsche. Ich werde dem Versuch, die Sprache anzupassen, um die Vorstellungen einer kleinen Minderheit umzusetzen, nie folgen.
  • Werte wie Meinungsfreiheit und Demokratie sind mir heilig. Wer sie relativiert oder negiert, weil ihm die Ergebnisse nicht gefallen, enthüllt sich als Gegner von Meinungsfreiheit und Demokratie. Alle Macht geht vom Volk aus, und derzeit versuchen Regierungen rund um den Globus, diese Macht einzuschränken, weil sie dadurch ihre Stellung gefährdet sehen. Ich werde der Einschränkung unserer Grundfreiheiten nie zustimmen.
  • Wissenschaft ist ein laufender Prozess. Sie lernt dazu, sie überführt sich selbst des Irrtums, sie kennt keine absolute Wahrheit. Wer sich auf «die Wissenschaft» beruft, um seine Politik durchzusetzen, ist ein Gegner der Wissenschaft. Ich werde immer den aktuellen Stand der Wissenschaft als Grundlage verwenden und ihn nicht umdeuten zugunsten meiner Absichten.
  • Medien transportieren ein Zerrbild der Aktualität. Sie haben es längst aufgegeben, uns unabhängig zu informieren, sie wollen uns ihr Weltbild aufzwingen. Sie lügen uns, wie die Coronazeit gezeigt hat, sogar schonungslos an, um sich bei Regierungen anzubiedern. Ich werde nie aufhören, mich aus verschiedenen Quellen zu informieren und mir mein eigenes Bild zu machen.
  • Ich halte werdendes Leben für wertvoll. Wenn Frauen «my body, my choice» rufen, erinnere ich mich an die Coronazeit, als das nicht galt. Abtreibungen, die in bestimmten medizinischen Situationen nötig sein mögen, zum Volkssport zu machen, weil man zu jeder Zeit bestimmen möchte, was man gerade haben will, einen Staat, der Abtreibungen als ganz normalen Akt des Alltags unterstützt, lehne ich ab. Ich stehe ein für einen bewussten, respektvollen Umgang mit ungeborenem Leben.
  • Es wird für mich nie Produktbezeichnungen, Frisuren, Lieder, Kinderbücher oder andere Kulturgute geben, die es auszumerzen gilt. Wir können unsere Geschichte nicht einfach ausradieren. Das ist eine von George Orwell längst als furchtbare Entwicklung enttarnte Fantasie, um die Welt «besser» zu machen, indem das Geschehene ausgelöscht wird. Ich werde auch den Grosskindern, die ich vielleicht eines Tages haben werde, nie eine von politischer Korrektheit bereinigte Geschichte vorlesen.
  • Die Mächtigen zu hinterfragen, bleibt die wichtigste und edelste Aufgabe von Gesellschaft und Medien. Denn wer an der Macht ist, will an der Macht bleiben und hat keinerlei Interesse daran, unsere Grundfreiheiten zu schützen. Ich werde bis zum letzten Tag alles hinterfragen, was uns aufgezwungen wird.

Ich bin gerne ein «Ewiggestriger». Denn gestern herrschte noch Vernunft. Heute werden selbst simpelste Erkenntnisse der Menschheitsgeschichte in Frage gestellt, um den Boden zu bereiten für eine neue Gesellschaft, in der wir reine Befehlsempfänger sind, gesteuert von einer globalen Macht.

Vielen Dank für Ihre freiwillige Unterstützung.