Rechte Gewalt, linke Gewalt – und die Wahrheit dazu

Wir versinken in Gewalttaten von rechter Seite, während die politische Linke stets friedlich auf ihre Forderungen pocht. Das wird uns gesagt – und wahr ist das pure Gegenteil.

Zunächst ein freundlicher Tipp für Antifaschisten. Wollt ihr die Zahl der angeblichen rechtsextremistischen Gewalttaten künstlich in die Höhe treiben, dann zündet irgendwo einen Busch an und malt ein Hakenkreuz an die Fassade daneben. Es darf gern auch spiegelverkehrt sein, der Bildungsgrad in euren Reihen ist ja nicht allzu hoch.

Die nachfolgenden Untersuchungen werden messerscharf zum Schluss kommen, dass es sich um eine Tat von Rechtsextremen handelte. Denn immerhin war da ein Hakenkreuz.

Das funktioniert übrigens auch, wenn man keinen Busch anzündet, sondern das Büro eines rechten Politikers attackiert. Es gibt einen konkreten Fall, in dem das geschah. Vandalismus gegen einen AfD-Mann, ein Hakenkreuz an die Fassade gesprayt – und die Behörden verbuchen das in der Statistik als «rechtsextremistische Gewalt». Das sei Usanz, hiess es nach einer entsprechenden parlamentarischen Anfrage. Ist ein Hakenkreuz im Spiel, kommt es von rechts. Selbst wenn der bildungsfernste Depp merkt, dass das Gegenteil der Fall war und das Hakenkreuz nicht bewundernd, sondern als Vorwurf angebracht wurde.

Wobei zu bezweifeln ist, dass man einen linken Politiker attackieren und dann mit Hammer und Sichel das Ganze irgendwelchen Neokommunisten in die Schuhe schieben könnte. Der Irrsinn wider den gesunden Menschenverstand funktioniert eben leider nur in eine Richtung.

Das Ergebnis kann man in Deutschland besichtigen, wo akribisch Gewalttaten von links und rechts protokolliert werden, damit der Verfassungsschutz weiss, woher die Gefahr kommt. Das tut sie natürlich vor allem von rechts.

Denn auch wenn die Zahl der erfassten linksextremistischen Gewalttaten zunehmen – die von rechts liegen viel höher. Etwas über 4200 Mal sollen 2023 Linke zugeschlagen haben, mehr als 25’000 Mal Rechte. Klares Bild, oder? Wobei es sich ein bisschen relativiert, wenn man weiss, dass 15’000 dieser 25’000 Fälle sogenannte «Propagandadelikte» waren. Besoffen ein Hakenkreuz an eine Wand malen reicht also. Oder im Bierzelt den Arm heben. Schwups, und die rechte Gefahr ist gestiegen. Statistisch jedenfalls.

Klar, auch wenn man diese 15’000 Fälle abzieht, bleibt ein Überhang der Delikte von rechter Seite. Nur: Wie kommt dieser zustande?

Ein Extremismusforscher sagt in der Schweizer Zeitung «Blick», dass der Verfassungsschutz eine klare Linie habe. Könne er eine Gewalttat nicht klar zuordnen, werde sie «den Rechten» zugeschoben. Im Zweifelsfall waren es also immer Neonazis. Und keine Kapitalismusabschaffer von links. Was der Mann auch sagt: Linke halten sich für die besseren Menschen: «Alle, die nicht gleich denken, stempeln sie schnell als Nazis ab.» Weil heute jeder Nazi ist, der nicht gleich höchstpersönlich ein Schiff voller Migranten in den Hamburger Hafen schleust, ist klar: Was auch immer in die Kriminalstatistik einfliesst, wird sicherheitshalber mal als rechtsextremistisch motiviert eingetragen. Das passiert, wenn Worte ihre Bedeutung verlieren und man die grössten Gräuel der Geschichte relativiert, indem man alles in einen Zusammenhang mit ihnen stellt.

Ich habe es ja im Allgemeinen nicht so mit den Experten, weil sie sich in aller Regel für Regierungszwecke einspannen lassen, aber der Mann hier scheint noch selbst zu denken.

Wenn nun also einer, der mit dem Staat so seine liebe Mühe hat, weil er sein Leben nicht mehr finanzieren kann, während die Merkelsche Begrüssungskultur unter der Ampel-Regierung fröhlich weitergeführt wurde, als Gewalttäter gilt, weil er sich nicht besser zu helfen wusste als mit dem Hitlergruss, können gleichzeitig Linksextremisten in München 23 Polizeifahrzeuge abfackeln – und vermutlich wird das, weil es in einem Guss geschah, dann als ein einzelner Fall verbucht.

Wir notieren: Zwei Besoffene, die den Hitlergruss machen, stellen die doppelte Gefahr dar gegenüber einen linksextremen Trupp, der einen offenen Strassenkampf gegen die Polizei führt und Sachschaden in der Höhe von hunderttausenden Euro verursacht. Klingt doch verhältnismässig, nicht?

Dazu kommt, dass man von rechten Parteien wie der AfD unablässig eine «Distanzierung» zu Gewalt von rechts fordert – also zu schlecht gesprayten Hakenkreuzen und Besoffenen im Partyzelt. Während kein Mensch von SPD und Grünen fordert, sich abzugrenzen von marodierenden linken Banden.

Wenn der Verfassungsschutz schon so kreativ ist und selbst in den offensichtlichsten Fällen Taten exakt der falschen Seite zuordnet, könnte er das dann nicht zu Ende denken?

Beispielsweise, indem er jede Gewalttat von Migranten als «linksextremistisch» verbucht, weil es ja diese Seite ist, die darauf beharrt, dass der bewusste Migrant um jeden Preis bitte im Land bleiben sollen darf.

Die Statistik sähe leicht anders aus. Aber eben nicht in die gewünschte Richtung. Weshalb das Wunschdenken bleibt.