Sie sagen «Freiheit» und meinen Zwang

Was machen uns unsere Medien Angst vor einem US-Präsidenten namens Donald Trump. Er könnte nämlich die Freiheit der Medien beschneiden. Pardon, aber welche Freiheit soll das genau sein?

Das Onlinemagazin «Republik» ist ein Quell der unfreiwilligen Komik. Vor allem, wenn Co-Chefredaktor Daniel Binswanger schreibt. Das ist der Mann mit der verhaltensauffälligen Frisur und einem mit amerikanischem Akzent angereichten Schweizerdeutsch-Genuschel, von dem niemand weiss, wo er es her hat. Nimm den Kaugummi raus, wenn Du im «Club» bei SRF sitzt, Kollege!

Besagter Binswanger schreibt nun in der Republik-üblichen Panikmache vor einer Amtszeit von Trump das hier:

«Es droht die Unter­minierung der Medien­freiheit, die Politisierung der Justiz, die Korrumpierung der Wirtschafts­eliten.»

Ich weiss gar nicht, wovor sich der gute Mann fürchtet. Für Medienfreiheit haben weder er noch die «Republik» sich während Corona je interessiert, ebenso wenig, dass sich die Justiz damals zum verlängerten Arm der Politik gemacht hat. Und über die Korrumpierung der Wirtschaft, in der sich Pharmakonzerne mit Hilfe von Regierungen seinerzeit gesundgestossen haben, müssen wir gar nicht erst reden. Die «Republik» mag als linkes Medium den Kapitalismus grundsätzlich nicht. Es sei denn, der Aktienkurs von Pfizer und Biontech steigt dank der «Impfung» ins Unermessliche, dann ist Gewinn völlig in Ordnung.

Mit anderen Worten: Was Daniel Binswanger da angeblich befürchtet, ist das, was er mit seinem Medium bisher bedingungslos unterstützt hat. Wovor also hat er Angst?

Die «Unterminierung der Medienfreiheit»? Was zur Hölle meint Binswanger damit? Steht er unter dem Eindruck, die Medien seien in den letzten fünf Jahren frei gewesen? Das galt für diejenigen, welche die offizielle Politik bedingungs- und kritiklos unterstützt haben. Alle anderen wurden zum Schweigen gebracht, zensiert oder mit der Hilfe von «Faktencheckern» mit behördlich verordneten Botschaften angereichert. Wenn der «Republik»-Chef etwas über die Beschneidung von Medienfreiheit hören möchte, kann er sich jederzeit vertrauensvoll an mich wenden. Er selbst kann aus eigener Erfahrung nicht mal ahnen, was das ist.

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Donald Trump und anverwandte Orte wie Elon Musk sind eine Gefahr für die Medienfreiheit? Es darf gelacht werden. Der «Republik» ist jede Einschränkung der Medienfreiheit noch so recht, weil sie davon nicht betroffen ist. Sie verkündet ja ohnehin nur, was von Regierungen, WHO und Co. erlaubt ist. Hebt nun jemand die Einschränkung der Meinungsfreiheit auf und lässt auch Beiträge ausserhalb dieses Meinungskorridors zu, mutiert das urplötzlich zu «Einschränkung der Meinungsfreiheit», weil hier eine nicht erwünschte Meinung verbreitet wird.

Ist das noch ideologische Verblendung oder bereits Schizophrenie?

Wer ernsthaft befürchtet, Donald Trump werde die Freiheit der Medien einschränken, muss sich zunächst fragen, wie es in den letzten Jahren ohne Trump um die besagte Freiheit bestellt war. Ist es Freiheit, wenn sich sämtliche grossen Verlage darauf einigen, die zusammengelogenen Erzählungen von WHO und Co. unkritisch wiederzugeben? Ist es Freiheit, wenn Wissenschaftler, die Fragen haben, von den besagten Medien als «umstritten» oder «Querdenker» diskreditiert werden, weil ihnen Regierungen diesen Kurs vorgeben? Ist es Freiheit, wenn wie bei Ringier ein paranoider CEO aus Angst vor Viren seinen Redaktionen vorgibt, die offizielle Coronapolitik unwidersprochen zu transportieren?

Wenn das Medienfreiheit ist, habe ich meinen Job seit bald 33 Jahren völlig falsch verstanden. Was vermutlich sowieso der Fall ist. Am Journalismus im Jahr 2025 erkenne ich nichts wieder von dem, was meiner Generation heilig war.

Die Probe aufs Exempel ist recht einfach. Auf X unter Elon Musk, dem Vertrauten von Donald Trump, darf heute jeder schreiben, was er möchte. Beim einstigen Twitter galt die Vorgabe, dass Publikationen von FBI, CIA, WHO und anderen undemokratischen Selbstläufern abgesegnet sein mussten. Ansonsten wurden sie wahlweise gelöscht, verstümmelt oder in den Schatten der Unsichtbarkeit verbannt.

Und wir sollen nun ernsthaft glauben, die neuen politischen Verhältnisse in den USA seien gleichbedeutend mit einer Einschränkung der Medien- und Meinungsfreiheit?

Für Leute wie Daniel Binswanger und Medien wie die «Republik» ist die Tatsache, dass die Gegenrede zu ihren Thesen freien Auslauf hat Grund zur Annahme, die «Medienfreiheit» sei gefährdet. Bürger, die offen Zugang zum gesamten Meinungsspektrum haben, halten sie für eine Gefahr.

Sie wollen, dass wir alle denken, wie sie denken, und das Instrument dafür war die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Diese droht zu verschwinden. Und das macht diesen Leuten Angst.

Denn puren Unsinn kann man nur solange behaupten, als man die schützende Hand der Mächtigen über sich weiss. Diese ist nun weg.

Gottlob.

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