Alles wird anders. Und das gilt auch für diesen Blog.

Mein Blog hier wackelt einige Jahre nach Entstehung irgendwo im Niemandsland zwischen Leben, Wachkoma und Tod. Deshalb spiele ich Doktor Frankenstein und baue das, was da ist, zu einem neuen Monster um – im Februar 2026.

Man, in diesem Fall ich, muss es ja gar nicht schönreden. Nachdem ich mich in den Anfängen dieses Blogs kaum bremsen liess und die Leser mit der schieren Menge an Texten eher überfordert habe, geht nun teilweise über Wochen gar nichts.

Die Erklärung ist simpel, gleichzeitig aber für die Leserschaft sehr irrelevant: Ich habe zu viel zu tun. In der Gemengelage zwischen täglicher Videosendung, immer mehr Radiosendungen und Kolumnen für diverse Medien fällt unter den Tisch, was nicht offiziell getaktet ist – und das ist in diesem Fall meine persönliche Spielwiese, dieser Blog hier. Dazu kommt, dass 2026 eine völlig neue, grössere Baustelle auf mich wartet, die kaum zur Verbesserung der Lage beiträgt, für die ich mir aber sehr gern einen Helm aufsetze, hoffentlich auch zu Eurem Vergnügen.

Der aktuelle Zustand ist aber ärgerlich, und umso mehr schätze ich es, dass die Leser, die ja oft genug auch diese Arbeit mit finanziellen Zuwendungen unterstützen, noch nicht mit einem Fackelzug vor meiner Tür stehen. Sie scheinen überaus duldsam. Diese Grossmütigkeit sollte man als Absender aber nicht ausnutzen und sich stattdessen Gedanken machen über eine Neuausrichtung.

Wie diese genau aussieht, ist derzeit noch Gegenstand harter interner Debatten meiner Synapsen. Sicher ist: Der Publikationsrhythmus soll wieder höher werden, ohne dass er schon bald danach wieder zurückgeht, nur weil ich zwischendurch beschliesse, auch mal zu schlafen. Dazu muss ich vermutlich nur die Quadratur des Kreises schaffen, und dafür bleiben mir ja sogar einige Wochen Zeit.

Was als relativ gesichert gelten kann: Auf diesem Blog hier soll meine Gesamtarbeit besser reflektiert werden. Es macht aus meiner Sicht Sinn, die vielen kleinen Elemente, die Tag für Tag völlig verstreut irgendwo erscheinen, an dieser Stelle zu bündeln, damit jeder, der will, einen kurzen Weg hat. Allerdings mag ich natürlich auch kein reines Archiv aus anderen Quellen aufbauen. Unter stefanmillius.ch soll weiter auch Exklusives erscheinen.

Ich befürchte: Getan ist es nicht damit, an kleinen Schräubchen zu drehen. Ich liebäugle deshalb mit dem Gedanken, zum Vorschlaghammer zu greifen. Wenn schon, dann richtig. Gut möglich also, dass das, was Ihr aktuell seht, in einigen Wochen völlig anders aussieht. Was, und ich gebe es knurrend zu, aktuell keinen grossen Verlust darstellt.

Ich bemühe mich, dass das hier keine Ankündigung einer Ankündigung einer Ankündigung wird. Würde ich das wollen, hätte ich ja auch gleich Politiker werden können.

Danke für Eure grenzenlose Geduld, für den Moment punktuell weiter hier – und bald alles ganz anders.