Wir haben noch längst nicht alles ausprobiert, um die Bevölkerung vor dem Coronavirus zu schützen. Einmal mehr ist es der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der das Offensichtliche ausspricht: Wir brauchen dringend ein Heer von Spürhunden!

Wer Covid-19 besiegen will, muss es überall dort, wo es sich tummelt, möglichst schnell erkennen und dann die Virenträger aus dem Verkehr ziehen. Nicht ganz einfach, weil die Testfreudigkeit in der Bevölkerung massiv abgenommen hat. Böse Zungen behaupten, das könnte damit zu tun haben, dass die Gefahr nicht mehr ganz so hoch eingeschätzt wird. Aber was, wenn im nächsten Herbst die supertödlichen Mutationen anrollen, vor denen zwei Jahre lang gewarnt wurde?

Wir brauchen also ein Frühwarnsystem. Und wenn dieses nicht mehr durch permanente flächendeckende Tests, befeuert durch ein Zertifikat, möglich ist, müssen spezialisierte Truppen ran. Und diese sollten wie folgt aussehen:

Natürlich, was denn sonst? Spürhunde stöbern vermisste Personen und flüchtige Kriminelle auf, sie führen die Polizei zu den Opfern von Gewalttaten, sie erschnüffeln Drogen und vieles mehr. Warum dann bitte nicht auch Covid-19? Und weil die Vierbeiner so talentiert und lernbegierig sind, dürfte es auch ein Leichtes sein, sie auf alles zu trainieren, was nach Omikron kommt. Denn jede Variante hat ihre eigene Duftnote, ein Leichtes für so eine Hundenase.

In Zukunft werden also Deutsche Schäferhunde, Labrador Retriever und Golden Retriever mit ihren Herrchen durch Flughäfen tigern und sich auf alles stürzen, was den bitteren Odem des sicheren Todes verströmt. Man muss nicht mal mehr einen Test nachschieben, Hunde sind unbestechlich. Ab in die Isolation mit den Virenschleudern!

So einfach und doch mit der Garantie auf Erfolg: Einmal mehr haben wir Karl Lauterbach gebraucht, um das Offensichtliche zu benennen. Inzwischen muss er nicht mal mehr die Studien verlinken, denen er sein allumfassendes Wissen zu verdanken hat, wir glauben ihm auch so.

Aber schauen wir sicherheitshalber doch mal nach, was es mit den Corona-Spürhunden auf sich hat. In der Tat können diese Infizierte an Duftmolekülen entdecken, Lauterbach lügt uns natürlich nicht an. Hunde können fast alles erschnüffeln, wenn sie erst einmal auf den bestimmten Geruch konditioniert wurden. Es ist schon länger bekannt, dass das auch für Krankheiten gilt.

Und wie läuft das bei Corona? Einmal an der Warteschlange vor der Passkontrolle durchgehen und schon ist die Arbeit gemacht? Nicht ganz, es reicht leider nicht. Der Hund braucht als Anhaltspunkt Speichel, Urin oder Schweiss einer Person. Was die Sache natürlich erschwert, wenn ein Fluggast am Gate nicht gerade an den Boden pinkelt oder spuckt beziehungsweise ziemlich massiv schwitzt. Man müsste also beispielsweise am Eingang eines Rockkonzerts Schweissproben von einigen tausend Besuchern entnehmen und die Hunde darauf ansetzen. Wobei im Verdachtsfall natürlich ein PCR-Test dennoch sicherstellen muss, dass der beste Freund des Menschen richtig lag.

Na und? Klingt doch praktikabler als so ein Schnelltest, der sowieso nicht zuverlässig ist!