Alain Berset und seine schweigenden Gesellen im Bundesrat werfen 100 Millionen Franken Steuergelder auf, um noch mehr Menschen zur Impfung zu bewegen, die einen weder selbst wirklich schützt noch andere. Meine Frage ist: Was hätte man mit diesem Geld alles sonst noch bewegen können?

Seien wir ganz grosszügig. Gehen wir davon aus, dass es 200’000 Franken pro Jahr kostet, um eine gut ausgebildete Pflegefachkraft in Schweizer Dienste zu stellen. Auch inklusive Sozialabgaben, Abwerbekosten, Transfer aus dem Land XY und so weiter ist das mehr als genug. Satte 200’000 Franken veranschlage ich.

Dafür hätte ich, wenn mein Rechner funktioniert, 500 bestens ausgebildete Leute für die notorisch unterbesetzen Schweizer Intensivstationen für ein ganzes Jahr lang gewinnen können. Ja, realistisch gerechnet braucht man dafür keine 200’000 Franken pro Kopf, die Hälfte würde genügen, dann wären es statt 500 sogar 1000 Leute mehr, die unser angeblich grösstes und mit Sicherheit hausgemachtes Problem lösen würden.

Wir könnten für das, was aktuell für die Impfoffensive aufgeworfen wird, also zwischen 500 und 1000 echte Fachkräfte einstellen, die dem ein Ende setzen, was seit Monaten fabuliert wird: Der angeblichen Überlastung des Gesundheitssystems. Dem Problem, dem sich in der Schweiz kein Mensch je annehmen wollte. Kein Regierender, kein Gesundheitspolitiker im Parlament. Huch, wir haben zu wenig betreute Intensivbetten, lasst uns mehr impfen?

Kein Kind würde diese Logik verstehen. Und Kinder sind meist weiter als wir, was den gesunden Menschenverstand angeht. Sie denken geradliniger, weniger strategisch. Sie suchen Probleme an der Wurzel. Vielleicht brauchen wir mehr Kinder im Bundesrat.

Mit dem, was die Landesregierung mal schnell einmalig ausgeben will, um Menschen von einem untauglichen Weg aus der Krise zu überzeugen, könnten wir die Krise also nachhaltig lösen. Stellt Euch vor, wie das ausgesehen hätte, wenn der Bundesrat VOR Corona verkündet hätte, er investiere 100 Millionen Franken in das marode Spitalsystem der Schweiz. Einfach so. Geht natürlich nicht. Man wartet lieber, bis die Kacke am Dampfen ist und zäumt danach das Pferd von der falschen Seite auf.

100 Millionen Franken. Einhundert Millionen Franken. Was man damit an langfristig Gutem tun könnte. Das sind Steuergelder. Und sie werden verblasen, um eine Impfquote zu erfüllen, die nicht mal definiert ist und die niemals irgendetwas an der Situation verändern wird.

Noch einmal. Der Bundesrat will 100 Millionen Franken dafür ausgeben, dass aus 70 oder 75 oder 80 Prozent Impfquote, je nach Zählart, 2 oder 5 oder 7 oder 10 Prozent mehr werden. Das sind dann Leute, die nach wie vor – obwohl sie ja angeblich so wundersam geschützt sind – via Covidzertifikat vor Ungeimpften abgeschirmt werden müssen. Die Wirtschaft muss weiter ein absurdes Regime aufrechterhalten, 30 oder 40 Prozent der Gesellschaft werden ausgesperrt. Das erreicht man mit 100 Millionen Franken. Um angeblich ein Gesundheitssystem zu schützen, das mit derselben Summe im Handumdrehen endlich in die Form gebracht werden könnte, die es nötig hätte.

Wenn das niemand hinterfragt, dann hinterfragt niemand mehr irgendetwas. Dann haben wir alles, was passiert, auch verdient.