Wir Schweizer wären gerne wie die Dänen, so richtig vollgepumpt mit der Impfung und deshalb zurück in der Normalität. Das grosse Vorbild! Und nun das: Steigende Ansteckungszahlen bei den Impfkönigen. Wieso denn das? Und: Merkt jetzt einer was?

Als Massnahmenkritiker hat man sich 2020 gerne auf die Schweden berufen. Die gingen ziemlich locker mit der Coronasituation um und hatten dennoch nicht mehr Probleme als andere Länder. Doch die vereinigten Subventionsmedien der Schweiz schrieben Schweden in Grund und Boden. Gabs dort an einem bestimmten Tag mal ein paar mehr Todesopfer, war der schwedische Weg sofort des Teufels. Schweden durfte ganz einfach nicht funktionieren.

Was nun aber, 2021, ganz einfach unbedingt funktionieren muss, ist Dänemark. Denn die Dänen sind wild auf die Impfung, ihre Quote gilt dem Bundesrat als leuchtendes Vorbild. Seht her, die Dänen leben wieder wie früher, weil sie eben so vernünftig und bereit zur Spritze sind – so müsst ihr es auch machen, Eidgenossen!

Oder, äh, vielleicht doch nicht.

Denn in Dänemark steigen die Fallzahlen wieder. Ebenso in anderen Ländern mit beeindruckender Impfquote. Auch dort, wo wenig geimpft sind. Logisch. Die Zahl der Impfungen hat keinen spürbaren Einfluss auf die Ansteckungszahlen. Das zeigt eine Studie, die ich hier auch schon thematisiert habe. Es gibt keinen Grund, sich zu wundern.

Oder höchstens darüber, dass bei uns die Impfquote dennoch das Nonplusultra bleibt, unerschütterlich. Als wäre das völlig logisch. Weiterhin wird ein Zusammenhang zwischen möglichst viel Geimpften und baldiger «Normalität» herbeifantasiert. Die Normalität lässt sich nicht herimpfen. Sie lässt sich nur politisch beschliessen. Ein Klacks. Man muss es nur wollen und tun.

Der Bundesrat will nicht. Er will weitere 100 Millionen Franken in eine Impfoffensive verlochen, um die Grundlagen für etwas zu schaffen, das er schon heute zum Nulltarif haben könnte. Keine Massnahmen, kein Zertifikat. Stat…