Kaffee und Berliner gefällig? Oder ein Raclette? Dann ab ins Impfdorf im Zürcher Hauptbahnhof. Das neue Angebot wird tatsächlich rege genutzt. Allerdings nicht für das, wofür es gedacht war.

Der Zürcher Hauptbahnhof ist gewissermassen eine Kleinstadt, jedenfalls gemessen am Publikumsaufkommen. An diesem Knotenpunkt ein Impfdorf zu installieren, ist aus der Optik der Leute, die die Impfung unter die Leute bringen wollen, deshalb wohl nicht ganz doof. Nur zeigt sich aktuell, dass die Rechnung dennoch nicht aufgeht. Es wird in der Halle zwar fleissig geimpft, aber gefragt ist laut Medienberichten in erster Linie die Boosterimpfung. Leute, die sich noch gar keine Spritze setzen liessen, bilden demnach wohl eine Minderheit.

Gemäss «Blick», der nicht im Verdacht steht, gegen die Coronapolitik des Bundesrats zu wettern, waren es am Dienstag in erster Linie ältere Leute auf der Suche nach dem «Booster», die vor dem Impfdorf anstanden. Um die erste oder zweite Impfung ging es einer kleineren Gruppe von Leuten. Gerade aber der erste «Schuss» wäre es ja, den die Impfwoche des Bundes ankurbeln sollte. Denn der Impfquote hilft es herzlich wenig, wenn sich überängstliche Leute zum dritten Mal der Spritze hingeben. Sie tun es aber, weil der «Booster» noch nicht überall angeboten wird. Für sie ist das Impfdorf also gewissermassen die naheliegende Lösung.*

Tags zuvor hatten sich noch weit weniger Leute dort eingefunden. Inzwischen scheint sich der Booster-Geheimtipp herumgesprochen zu haben. Vielleicht lässt sich auch dieser unbeabsichtigte Nebeneffekt aber irgendwie schönreden von offizieller Seite.

Ähnlich bescheiden war die Ausbeute beim ers…