Im Schlachthof wird verwurstet, was ich Tag für Tag so vorfinde. Quasi das Tagebuch eines verhinderten Metzgers. Wer Tofu oder andere Abartigkeiten der neuen Zeit sucht, ist hier falsch.

 

Freitag, 10. November / Zweihundertachtzig!

Schon mitgekriegt? Auf Twitter kann man sich neuerdings auf ganzen 280 Zeichen statt nur der Hälfte austoben. 280 Zeichen (inklusive Leerzeichen), das ist eine ganze Menge. Mit einem einzigen Twittereintrag kann man mehr zum Ausdruck geben als ich in einem ganzen Kabarettabend an Essentiellem von mir gebe. Wenn Sie auch lieber 2 Stunden ohne Substanz als 280 Zeichen schwere Kost haben: Der nächste Termin in Amriswil wartet.

 

Donnerstag, 6. Oktober / Zielgruppe verfehlt?

Screenshot von blick.ch

Wirklich? WIRKLICH? Ohne irgendwelche Vorurteile pflegen zu wollen, aber will der durchschnittliche BLICK-Leser wirklich online und live mitverfolgen, wie der Nobelpreis für Literatur verliehen wird? In der Regel gewinnen Autorinnen oder Autoren das Ding, von denen man zuvor noch nie gehört hat. Und die Buchhändler kommen ins Schwitzen, weil sie innerhalb von Stunden sämtliche Werke des Gewinners bestellen müssen. Und das nur, damit die Bildungsbürger am Tag darauf die Läden stürmen, die Bücher kaufen, zuhause feststellen, dass sie kein Wort darin verstehen und die Werke danach zur intellektuellen Aufmöblierung des Wohnzimmergestells verwenden. Das ist doch eine schöne Wertschöpfungskette!

 

Donnerstag, 7. September / Reaktionen

 

(Und meine Anwältin meint, ich solle darauf hinweisen, dass es sich um fiktive Reaktionen handelt)

 

Dienstag, 5. September / Kinderarbeit!

Das hier gesehen:

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Und dabei gedacht: Das musste ja so kommen, 90 Prozent der Arbeit werden bei Lego ja heute schon von Kindern erledigt.

 

Montag, 4. September / Die Mafia ist überall

Besten Dank an die «Ostschweiz am Sonntag», die im unübersichtlichen Gestrüpp von Twitter meinen Tweet gefunden und publiziert hat. Dabei bin ich ein absoluter Verlegenheits-Twitterer, ich komm mit diesen 140 Zeichen einfach nicht klar.

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Freitag, 1. September / Sponsoren

Ich werde immer wieder gefragt (das ist eine Wortwendung, kein Mensch fragt wirklich), ob das in meinem Programm eingesetzte Bier eigentlich gesponsert wird. Die glasklare Antwort: Jein. Bei der Premiere habe ich auf meinen persönlichen Favoriten gesetzt, Appenzeller Bier. Das war tatsächlich Sponsoring, ich habe zwei Kisten gekriegt – eine für den Einsatz in der Show, eine zweite zur, äh, Vorbereitung. Ich habe aber vor, in den anderen Regionen stets eine lokale Marke zu berücksichtigen, und wer weiss, vielleicht stellen die mir ja auch einen Kasten vor die Tür. In Zürich hoffe ich auf Haldengut mit VR-Präsident Beat Schlatter, in Herisau ist es natürlich wieder Appenzeller Bier, in Amriswil… hm. Es gibt einige kleine Thurgauer Brauereien, denen hiermit verkündet sei: Ich bin käuflich.

 

Dienstag, 29. August / Reaktionen!

Ich wühle in Publikumspost und gebe die nächsten Auftrittstermine bekannt.

 

Montag, 28. August / Kopfweh-Alarm

Die «Schweizer Illustrierte» geht mit Karl Locher, Chef von Appenzeller Bier, wandern. Und versucht sich bildhaft mit Lokalkolorit. Drei Flaschen Appenzeller? Ein «Appenzeller» ist landläufig ein «Appenzeller Alpenbitter», das ist der mit den 7491395 Kräutern drin. Das ist köstlich. Nur: Wer davon drei Flaschen kippt, rührt das Zeug die nächsten fünf Jahre nicht an.

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