Nein, weitere Massnahmen sind nicht geplant, sagt der Bundesrat. Eventuell können die Kantone im Bedarfsfall bei den Schulen etwas machen oder so. Es ist wohl die Ruhe vor dem Sturm. Und man sollte diese Ruhe nach dem Sturm nicht vergessen.

Natürlich dementiert der Bundesrat, dass seine aktuell ziemlich gelassene Stimmung mit dem Urnengang in zehn Tagen zu tun hat. Dabei ist es ziemlich offensichtlich, dass es kontraproduktiv wäre, gerade jetzt eine Verschärfung der Massnahmen zu beschliessen oder nur schon anzukündigen. Natürlich vermeidet man es, weitere Schritte explizit für ewig auszuschliessen, gleichzeitig versucht die Regierung in einem Balanceakt, sie so gut wie auszuschliessen.

Nun braucht es Protokollführer. Leute, die gut hinhören, was aktuell gesagt wird – und was bei einem allfälligen (und wahrscheinlichen) Ja am 28. November 2021 dann plötzlich gilt.

Dass 3G reicht und 2G nicht als Option gehandelt wird: Wir haben es inzwischen mehrfach gehört – ist notiert. Dass man nicht vor hat, uns auch dieses Jahr die Festtage zu vermiesen mit irgendwelchen willkürlichen Personenbeschränkungen auf privater Ebene – ist notiert. Dass man den Föderalismus wieder entdeckt hat und mögliche weitere Massnahmen wie Home Schooling usw. den Kantonen überlassen möchte – ist notiert.

Aber eben, was sind diese Aussagen am 29. November 2021 noch wert? Wir lernen ja aus Erfahrung. Die Hüst- und Hott-Politik der vergangenen Monate haben uns gezeigt, dass das Wort von gestern heute nichts mehr wert ist.

Es spricht wenig dagegen, dass der Bundesrat danach seine Möglichkeiten nicht mehr wahrnimmt. Es reicht die schwammige Prognose auf eine allfällige Überlastung des Gesundheitswesen (die nie stattgefunden hat) zu einem nicht definierten Zeitpunkt X in der Zukunft, um die Schraube wieder anz…