Heute möchte ich Ihnen einen Mann vorstellen, der sich für ein Ja zum Covid-19-Gesetz engagiert. Total selbstlos, nur weil er das Beste für die Menschen in diesem Land will. Selbstverständlich. Und es hat gar nichts damit zu tun, dass er seinen Lebensunterhalt damit bestreitet, sich bei Regierungen gut zu stellen.

Auf Twitter herrscht die nackte Brutalität, auf Facebook kommt man gelegentlich verbal unter die Räder, und dann gibt es noch die eher dem Business zugewandten sozialen Medien wie XING und LinkedIn. Dort ist die Stimmung meistens friedlicher. Auf letzterem ist ein gewisser Victor Schmid recht aktiv, und nun sah er sich gezwungen, die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Die Reaktionen auf seine Beiträge waren ihm zu heftig gewesen.

Schmids Beiträge sind beim näheren Hinsehen auch sehr heftig, nur nimmt er das natürlich nicht wahr, ein verbreitetes Paradoxon. Schauen wir, wofür sich der Mann ins Zeug legt, bevor wir dann schauen, was er sonst so im Leben macht. Die beiden Dinge könnten miteinander zu tun haben.

Victor Schmid empfindet Leute, die sich «gegen die Impfung sträuben» als «lächerlich», wie er in einem Beitrag schreibt. Das intessiert mich, wie sieht die Herführung für diese Wortwahl aus? Er argumentiert nicht für die Impfung, er geht nicht auf die Zweifel ein, er beurteilt mal kurz eine nach wie vor grosse Menge an Schweizerinnen und Schweizer als «lächerlich». Das klingt irgendwie ein bisschen stammtischig.

Warum ist es lächerlich? Schmid zeigt das gleich mit einem Link zu einem Beitrag, in dem ein eine Firma für ihre «ADITUS G3 Fast Lane» weibelt. Tolles Ding! Bei der Onlineregistrierung für einen Anlass kann man bereits das Zertifikat registrieren und dann geht es mit einem ultramodernen Drehkreuzscanner ohne menschliche Aufpasser ruckzuck rein in den Saal. Wahnsinn! Wenn das so weitergeht, fliegen wir bald zum Mond!

Diese technische Innovation ist es also, die Victor Schmid überzeugt: Die Impfung ist easy…