Vermutlich gilt auch dieser Gesundheitsökonom schon bald als «umstritten», denn was er sagt, ist ziemlich deutlich: Bundesrat und BAG haben in der Coronasituation versagt – und die meisten Journalisten ebenso.

Beginnen wir mit einem kleinen Auszug:

Die Antwort auf die Frage stammt von Professor Konstantin Beck (Bild ganz oben), Gesundheitsökonom an der Universität Luzern. Wenn Ihnen der Name nicht sonderlich bekannt vorkommt: Man hat dem Mann auch reichlich wenig Medienpräsenz geschenkt in den letzten zwei Jahren, während andere Leute Dauerauftritte in Zeitungen und vor Kameras hatten. Der Grund: Beck fand die Krisenbewältigung von Bundesrat und Bundesamt für Gesundheit mässig lässig bis miserabel. Sein Befund wurde inzwischen von einem parlamentarischen Bericht gestützt. Was die Betreffenden selbst kaum zur Kenntnis nehmen oder kreativ ins Positive umdeuten.

Das ganze Interview mit dem Professor ist im Nebelspalter erschienen (bezahlpflichtig). Die Lektüre sei jedem empfohlen, aber wer weiter glauben will, die Task Force sei eine grandiose Idee gewesen, die Schutzmassnahmen richtig und die offizielle Coronapolitik wirksam und ausgewogen, der wird sich vermutlich auch davon nicht eines Besseren belehren lassen.

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Der Befund ist eindeutig und nachvollziehbar: Die Krise wurde schlecht bewältigt, und das von den falschen Leuten und unter Beobachtung von Medien, die früh beschlossen hatten, alles gut zu finden, was der Bund macht – und auf Widerworte gegen den Kurs mit Totschweigen oder Verachtung oder publizistischer Diffamierung zu reagieren.

Das geschah zum Beispiel so, wie Konstantin Beck ausführt:

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen und dem, was ich zwei Jahre lang geschrieben habe. Beck, der wohl um einiges souveräner ist als ich, reagiert auf seine Erkenntnisse «verwundert», wie er sagt. Bei mir ist es eher die nackte Wut. Darüber, wie es gelaufen ist – und darüber, dass die Medienvertreter ihr kollektives Versagen bis heute nicht eingestehen.